10. Juni 2010
Von den Lowlands in die Highlands (Montrose – Peterhead – Inverness)
Wir lassen die schottische Hauptstadt hinter uns. Es ist frisch geworden. Das Thermometer steigt kaum über 15 Grad und es regnet immer mal wieder. Frank fängt drei Makrelen – die teilen wir uns am Abend als wir in Montrose anlegen. Dazu gibt es Bratkartoffeln. Der Hafen ist ein reiner Industriehafen ohne jegliche Facilities. Wir legen an einem Schwimmbagger an und beschließen diesen gastlichen Ort schnell wieder zu verlassen. Um 3:20 springt der Motor an.
Unser nächstes Ziel heißt Peterhead, eine moderne Marina mit 100 Liegeplätzen zum Wohlfühlen. Es bleibt zwar bedeckt, aber wir haben kaum Wind. Wir dieseln also! Peterhead ist übrigens der logistische Schwerpunkt für das Brae Feld (Erdöl und Gas) und ist Heimathafen einer großen Fischfangflotte. The port never sleeps! It’s open 24 hours 365 days a year…
Das Wetter wird wieder schlechter und es kommt Wind auf . Wir wollen wieder segeln und verlassen den Hafen früh am Morgen um 3:15 Uhr, denn für Übermorgen ist Starkwind mit 6-7 Bft angesagt. Am flachen Hafenausgang steht eine unangenehme Welle an, bedingt durch gegenläufigen Strom und Wind. Wir werden wach geschaukelt. Weiter draußen beruhigt sich die See etwas. Wir dieseln noch 15 sm. Nach einer Kursänderung können wir endlich segeln, dann liegt das Schiff ruhiger und die Freiwache kann schlafen. Der Windmesser zeigt 20 Knoten und bei halben Wind reiten wir die Wellen gen Inverness. Ein schöner Segeltag zum Abschluss des Törns. Zum Abend, wir nähern uns Inverness, kommt sogar noch die Sonne heraus. Am Horizont zeichnen sich die Höhen der Highlands ab. Der Firth (Fjord) vor Inverness ist flach. Mit auflaufendem Wasser gleiten wir bei achterlichem Wind über mögliche Flachstellen locker hinweg. Tümmler begleiten unser Boot.
Nach 633 Seemeilen und 12 Törntagen erreichen wir, einen Tag früher als geplant, den Zielhafen Inverness Marina und machen um 21:35 Uhr fest…
