5. Juni, 2010

We are in Scotland(Hartlepool – Blyth – Eyemouth) !

Was tragen die Schotten eigentlich unter dem Rock? Das konnten wir leider bisher noch nicht feststellen. Na ja, weil wir halt keinen mit einem Solchen haben herumlaufen sehen.

Was wir aber bisher feststellen konnten, dass die Engländer und Schotten, sehr kommunikativ und hilfsbereit sind. Beispielsweise fand sich im  Büro des Hafenmeisters von Hartlepool eine junge Dame spontan bereit mich zu einem Geldautomaten zu fahren. Was ich natürlich gerne annahm und bei der Gelegenheit einen kleinen Smalltalk über Land und Leute mit Ihr führen konnte. So zu sagen mein erstes Date auf englischem Boden… ;-) )  Auch nennen möchte ich hier den jungen Mann  der uns im Hafen von Eyemouth sofort zur Seite sprang, um uns ein Teil der automatischen Ruderanlage zu schweißen.  Klasse und nochmal herzlichen Dank.

Wir segeln und dieseln weiter entlang der englischen und schottischen Ostküste. Das Wetter meint  es gut mit uns. Ein bis vier Windstärken, trocken und meist sonnig!  Abgesehen von den berüchtigten „fog patches“, in denen wir mal wieder für Stunden gefangen waren. Feucht und kalt – brrrrrrr! Gut das hier nicht mit dichtem Berufsverkehr zu rechnen ist.

Die Infrastruktur für Segler ist in den Häfen hier im englischen Norden recht gut ausgebaut und bietet den Menschen hier zusätzliche Arbeitsplätze. Blyth, unser nächster Hafen, ist ein kleiner Industriehafen. Der 120 jahre alte Royal Nothhumberland Yacht Club ist eine örtliche Anlaufadresse für Segelsportler. Wir sind nur eine kurze Nacht zu Gast. Erwähnenswert  sei hier der urige Pub, untergebracht in einem 150 Jahren alten Binnenfrachtschiff. Überhaupt ist die PUB Kultur in den Häfen sehr ausgeprägt. Sehr zu unserer Freude – da braucht  man nach einem anstrengenden Törn nicht soweit zu laufen… ;-) )

Dort, wo der Fluß Eyewater in die Nordsee mündet, liegt der malerische Ort Eyemouth. Der Hafen liegt geschützt an der Steilküste in einer Bucht. Die Einfahrt ist nicht weiter betonnt und aus südlicher Richtung kommend kaum zu erkennen. Deshalb hatte der Rudergänger(ich!) starke Zweifel den strikten Anweisungen des Skippers zu folgen, auf die Steilküste zu zuhalten. Uns erinnern die Häuser stark an Agatha Christies Kriminalfilme. Nach einem kleinen Stadtrundgang beschließen wir in das lokale Restaurant „The content sole“ zu gehen und … (frische) Fish and Chips zu essen, eine s. g. „seafood combo“.  Die Sonne geht spät unter und so sitzen wir in der Plicht bei einer Flasche des schottischen Nationalgetränkes. Dabei diskutieren wir das Weltwirschaftsdesaster und entwickeln ganz tolle neue Ideen…., an die wir uns am kommenden Morgen leider nicht so recht erinnern können. Schade!

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