11. Juni, 2006
Helgoland im Sonnenschein
Endlich hat uns der Sommer erreicht. Nach 2 Wochen bei 10 – 13 Grad Tageshöchsttemperatur tut es gut nur im Pullover und Jeans bekleidet zu sein. Wir laufen des Mittags bei zwei Windstärken gegen das mit zwei Knoten auflaufende Wasser aus dem Hafen von List aus. Zwischen durch werden wir von Robben begleitet, die neugierig ihre Köpfe aus dem Wasser recken. Die lange sandige Silhouette der Insel mit den Hochhäusern von Westerland/Sylt können wir noch über mehrere Stunden verfolgen, bis sie in der Ferne verschwinden. Die Nordsee zeigt sich von ihrer schönen Seite – ruhig liegt sie vor uns. Allerdings muss uns der Motor aus der Flaute schieben. Damit wir mehr Segelfläche haben, wechseln wir unterwegs die Genua II gegen die große Schwester aus. Gegen Abend frischt der Wind etwas auf. Wir erleben einen traumhaften Sonnenuntergang, für den es sich schon alleine lohnt, auf die See hinaus zu fahren.
Kaum ist die Sonne hinter dem Horizont verschwunden, da steht der Vollmond am Himmel. Als wir uns der Insel Helgoland nähern, erscheint uns die klassische Inselform mit der Langen Anna im Gegenlicht des Mondes. Ein tolles Lichtspiel.
Der Sporthafen ist zu dieser Jahreszeit häufig überfüllt. Ungewohnte Verhältnisse für uns. In Norwegen waren wir nicht selten die einzigen Segler im Hafen. Wir legen uns in ein Fünferpäckchen! In dieser lauen Sommernacht lassen wir unsere 1100 Seemeilen bei einem (?) Glaserl bis in die frühen Morgenstunden vor unseren geistigen Augen Revue passieren! Der folgende Sonntag ist Ruhetag und Sonnentag…….
